Was macht der BUND eigentlich so in Korntal-Münchingen, fragen sich sicher viele Bürger in der Stadt. Letzten Samstag konnten sich Interessierte auf einer Fahrrad-Ausfahrt vor Ort ein Bild davon machen. Eine Aktion von „50 Jahre Korntal-Münchingen“ dankenswerter Weise finanziell unterstützt. Mit 25 Fahrrädern ging es los zu den Stellen, an denen der Ortsverband seit über 40 Jahren aktiv ist.
Kundig erklärte der Ehrenvorsitzende Wolf Ohl den Teilnehmenden, wo der Strauch wächst und der Molch die Fahrbahn kreuzt. Kreuzwegartig brachte Wolf Ohl die Arbeit der aktiven Mitglieder den Interessierten an Stationen näher und nahm dabei auch kein Blatt vor den Mund, um den steinigen und dornigen Weg zu beschreiben, der von einem Aktivisten im Umweltschutz begangen wird. Oft müssen dicke Bretter gebohrt werden, um mit viel Schweiß ein Stück Natur zu erhalten, ohne dem es den Menschen schlechter gehen würde, würde unserer Mitwelt endgültig der Garaus gemacht. Augenscheinlich ist das oft nicht: da versiegt ein Bach (wie der Aischbach, der nur noch ein klägliches Abbild seiner selbst ist und sich zum Räuschelbach schleppt) oder der Feuersalamander, den man auch durch Aussetzen eines stattlichen Kopfgeldes nicht mehr findet.
Was aber, wenn die Kröten, die jährlich verlässlich zu ihren Laichplätzen wandern von immer mehr Autoverkehr buchstäblich unter die Räder kommen? Was machen die kleinen Kinder, die heute Tür an Teich mit ihnen im Neubaugebiet Korntal West leben, wenn sie kaum noch mit den, zugegeben manchmal hässlich anmutenden, Tierchen in Berührung kommen, sei es im Kindergarten oder auf einem Streifzug durch die Felder außerhalb ihrer wohl gepflegten Handtuchrasenflächen? Werden sie noch zur Prinzessin oder werden sie Mitglied in einem der beiden Umweltschutzverbände am Ort und lernen von den Alten, die sich an diesem Samstag über die Umweltarbeit des BUND informierten?
Die tauschten sich am Ende ihrer Odyssee aus bei Apfelsaft und Gebäck, über die Stationen, an denen sie die praktische Arbeit des Ortsverbandes gesehen hatten. Die aktiven BUND-Mitglieder, freuten sich über das Interesse und die vielen neugierigen Nachfragen. Wir vom BUND krempeln jedenfalls weiterhin – ohne zu klagen – die Ärmel auf. Das nächste Mal, wenn wir am 27. September wieder Äpfel sammeln und diese zu köstlichem Saft verarbeiten, der den Korntalerinnen und Münchingern die Kehle feuchten soll.

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Klingt nach einem wunderbaren Event! Die Gemarkungsrundfahrt verbindet Natur, Gemeinschaft und lokale Kultur perfekt. Ein toller Tag für Radbegeisterte!