Elsternest

Doppellesung und Lesung – Stuttgart schreibt

Logo Stuttgart schreibtEine Doppellesung mit Nora Bossong und Simon Strauss findet im unmittelbaren Anschluss an die Auftaktveranstaltung zur Suttgart schreibt im Stuttgarter Schauspielhaus statt. Nachdem sie bei der Auftraktveranstaltung am 28. September miteinander über das Motto der Veranstaltungsreihe Fiese Krise – und die Literatur? ins Gepräch gekommen sind, lesen sie am 29. September aus ihren neuen Arbeiten.

Doppellesung: Katholikin trifft auf Theaterkritiker

In ihrem Essay Welt mit anderen Mitteln wendet sich die kritische Katholikin Nora Bossong unseren multiplen Krisen und der omnipräsenten Überlastung zu. Sie plädiert darin für Mut, uns aus dem beengten Denkraum der nur materiellen Gegenwart zu befreien und untersucht die Potenziale des Glaubens.

Theaterkritiker und Autor Simon Strauß blickt dorthin, von wo wir positive Anstöße vielleicht gar nicht erwarten: in den deutschen Osten. In seinem Sachbuch In der Nähe – Vom politischen Wert einer ostdeutschen Sehnsucht sondiert er, was ein gutes Zusammenleben ausmachen kann, aber auch, woran es scheitert. Sehnsucht nach konkreter, erlebbarer Gemeinschaft kann ein Gegenmittel gegen Demokratieverdrossenheit und Extremismus, insbesondere von rechts, sein.

Für die Doppellesung am 29. September 2026 um 19:30 Uhr im Schauspielhaus sind Karten zum Preis von 6 € – 12 € an allen Vorverkaufsstellen erhältlich

Doppellesung mit Franziska Gänsler und Cihan Acar in der Stadtbibliothek

Unter dem Titel Vor dem Abgrund stehen beleuchtet diese Doppellesung in der Stadtbibliothek am Mailänder Platz, wie schmerzhafte gesellschaftliche Umbrüche verarbeitet werden.

Franziska Gänsler fängt in ihren Romanen das Lebensgefühl einer verunsicherten Generation ein. In ihrem dritten Roman Orca (Kein & Aber) beweist sie sich erneut als hellsichtige Seismographin unserer Zeit und verarbeitet literarisch die Themen Zukunftsangst, ungleiche Chancen und jugendlichen Aktivismus.

Der Autor und Journalist Cihan Acar blickt dorthin, wo der gesellschaftliche Druck besonders rau spürbar wird: in das Spannungsfeld urbaner Milieus, familiärer Loyalitäten und des großen Risikos. Acar studierte Rechtswissenschaften in Heidelberg und arbeitete unter anderem als dpa-Berichterstatter in der Türkei. Der Autor seziert den schmalen Grat zwischen glanzvollem Aufstieg, Ehrgeiz und dem tiefen Fall am Rand der Gesellschaft.

Die Veranstaltung im Rahmen der Kooperation mit der Stadtbibliothek findet am 30. September 2026 um 19:00 Uhr in der Stadtbibliothek am Mailänder Platz statt. Eintritt frei!

Dr. Francis Fukuyama liest aus seinem neuen Werk: Der letzte Mensch

Die Kooperationspartner Literaturhaus Stuttgart, IZKT und Hospitalhof laden am 1. Oktober 2026 um 19:30 Uhr zu Lesung und Gespräch mit Prof. Dr. Francis Fukuyama im Hospitalhof ein.

In seinem neuen Werk Der letzte Mensch – Worauf steuert die Welt zu? untersucht Prof. Dr. Francis Fukuyama auf welche Weltordnung wir zusteuern. Autoritäre Bewegungen, technologischer Wandel, Neoliberalismus und Identitätspolitik – die liberale Demokratie steckt nach einer langen Phase der Demokratisierung in der Krise. Mit seinen Gedanken zur Lage der Welt zeigt Prof. Dr. Francis Fukuyama, warum das freiheitliche Denken für die westlichen Gesellschaften im 21. Jahrhundert alternativlos ist. Und er macht deutlich, warum die Freiheit verteidigt werden muss, um das Risiko einer autoritären Weltordnung einzudämmen. Prof. Dr. Francis Fukuyama, geboren 1952 in Chicago, veröffentlichter 1992 den Bestseller „Das Ende der Geschichte“. Fukuyama ist einer der bedeutendsten politischen Theoretiker der Gegenwart. Er hat zahlreiche Bücher zur US-Politik veröffentlicht. Er ist Professor für Politikwissenschaft an der Stanford-Universität.

Eintritt: 18 € / 14 € / 9 €

"Stuttgart schreibt": Doppellesung und Lesung
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