Elsternest

Fischen in Jamestown bei Wind und Wetter (Chic-Mich-ND)

Angeln und fischen

Schon bei meinem letzten Besuch in Jamestown hatte Josh mir angeboten, mit mir fischen zu gehen. Alternativ hätten wir zum Jagen gehen können, aber die Hasen, die wir jagen wollten, seien voller Flöhe zu dieser Jahreszeit. Das wollten wir uns dann doch nicht antun. So ging es am letzten Wochenende zu früher Morgenstunde an den Jamestown River, um dort zu fischen.

Ausgerüstet mit Angeln und Ködern, die wir gestern noch kauften, machen wir uns auf den Weg. Am Damm, der den James River aufstaut, treffen wir auf Joshs Kumpel Joe. Auch der, wie Josh, ein erfahrener Jäger und Fischer. Beide Fähigkeiten haben sie ausgiebig während der Ausbildung bei der National Guard trainiert. Als Scout gehört es zum Überlebenstraining, auch mit Pfeil und Bogen sich sein Fleisch zu schießen.

Wir werfen unsere Angeln aus. Ich habe das in meinem Leben noch nie gemacht. Mit den Erklärungen von Josh klappt es ganz gut. Sein Tipp: wirf den Köder als wenn du eine Peitsche knallen lässt, hilft mir, den Blinker und den Köder weit auf den See zu werfen. Dann wieder langsam einrollen. Immer und immer wieder fliegt der Köder ins Wasser.

Dann beißt der erste Fisch an

An Joshs Angel beißt zuerst ein Fisch an. Er holt ihn an Land: Ein Hecht. Aber noch viel zu klein, um auf dem Grill zu landen. Also entfernt er den Haken und wirft den Hecht zurück ins Wasser. Erst langsam, dann immer schneller schwimmt er hinaus in den See.

Petri Heil

Joes Angel zappelt auch aber leider zieht er nichts aus dem Wasser. Dann meldet sich meine Angel. Sie biegt sich und ich rolle die Schnur langsam zurück auf die Spule. Ich traue meinen Augen nicht: ein Hecht hängt am Haken. An Land gezogen, stellt sich für mich die Frage, wie den Haken aus dem Maul des Hechtes entfernen? Josh macht es fachmännisch. Aber auch mein Hecht ist zu klein. (Was ich nicht nachvollziehen kann). Mir wird erklärt, dass der Hecht ein relativ großes Schwanzstück hat und auch der Kopf ist natürlich nicht zum Verzehr geeignet. Würde man beide Teile abschneiden, bliebe nur ein Stück Fleisch übrig, bei dem das Grillen sich nicht lohnen würde. Also nur ein Foto gemacht und der Fisch geht zurück ins Gewässer.

Nach einigen Stunden packen wir unsere Angeln ein. Der Wind ist stärker geworden und wir sind mittlerweile vom Regen durchgeweicht. Schluss mit Fischen. Pech für uns, Glück für die Fische.

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