In seinem neuen Thriller Die Summe aller Dinge hat sich Oliver Bottini ein großes Thema vorgenommen: Cum-Ex und Cum-Cum – einer der größten, wenn nicht gar der größte Steuerskandal der Bundesrepublik, der bis heute nicht ganz aufgeklärt ist. Ausgehend vom Tod dreier Freunde und Geschäftspartner, die vor allem die Gier nach immer größeren Profiten treibt, führt er seine Leserschaft immer tiefer in das komplexe Geflecht von Cum-Ex und Cum-Cum hinein: Treuhandverwalter, Beraterunternehmen, Briefkastenfirmen, Unterfirmen. Beim Schreiben ließ der Autor sich von dem Vorsatz leiten, nicht nur schwarz-weiß zu erzählen, sondern die Menschen so dazustellen, dass auch ihre guten Seiten zum Vorschein kommen. So sind seine Figuren nicht nur gierige Finanzjongleure, sondern auch einfühlsame Freunde, Familienväter und Ehemänner oder geprägt von einer schwierigen Herkunft. Oliver Bottini sagt:
Ich schreibe immer über Menschen, dann muss ich sie auch als Menschen darstellen.
Und das macht die ganz besondere Qualität dieses exzellenten Thrillers aus: Er bezieht seine Spannung nicht nur aus der komplexen Handlung und der exzellenten Recherche, sondern auch aus der Zeichnung der Charaktere. Dabei zeigt Oliver Bottini wieder einmal sein großes Können, scheinbar ferne, anonyme Themen herunterzubrechen auf eine sehr menschliche Ebene.
Eine ausführliche Rezension zu diesem beachtlichen Thriller hat Susanne Martin auf ihrem Blog Schiller-Buch veröffentlicht.
Link zum Buch: https://www.dumont-buchverlag.de/buch/oliver-bottini-die-summe-aller-dinge-9783832181482-t-7735#review
