Elsternest

Stuttgart schreibt – Fiese Krise und die Literatur?

Stuttgart schreibt - Eröffnung Robin Ackerman und Alice

Das Schriftstellerhaus hatte die Stuttgarter Stadtgesellschaft lange auf die Folter gespannt. Nach sieben Jahren trat es im September 2026 wieder mit einer großen Reihe in die Öffentlichkeit. Nach „Stuttgart liest ein Buch“ (die letzte Veranstaltungsreihe fand 2019 statt) nun „Stuttgart schreibt“.

Das Schriftstellerhaus mit verjüngtem Vorstand

Der Vorstand des Vereins hat sich mittlerweile deutlich verjüngt. Das ist bei der Begrüßung der Gäste im großen Saal des Hospitalhofes an den Vorstände Alice Vakhitova und Robin Ackermann deutlich zu sehen. Sie lassen frischen Wind bei ihrer Eröffnungsrede in den Saal strömen, auch mit neuen Formaten. Dazu hat man ein junges Künstlerinnen-Kollektiv von der Akademie der Bildenden Künste eingeladen, die den Raum mit einer Klangcollage bespielen.

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Der Leiter des Kulturamtes, Marc Gegenfurtner, bekannt für seine humorvollen Reden, spricht ein Grußwort im Namen der Stadt.

Zwei prominente Literaten geben einen kurzen Input zu dem Thema der diesjährigen Veranstaltung: „Fiese Krise – und die Literatur?“ Diese Impulse, vorgetragen von Nora Bosson und Simon Strauss, lassen den Funken nicht so recht überspringen, werden sie doch sehr steif vom Rednerpult ins Publikum gesprochen, zudem kommen sie allzu akademisch daher. Sie hätten besser in eine theologische Fachtagung oder in einen Hörsaal gepasst.

Stuttgart schreibt – Der Auftakt

Der Versuch von Moritz Heger, mit den beiden ins Gespräch zu kommen, musste angesichts des Theoriegebirges ins Stottern kommen. Überzeugen konnten die drei die etwa 100 Gäste der Veranstaltung nicht so recht, das wurde in Gesprächen beim anschließenden Umtrunk deutlich.

Es bleibt zu hoffen, dass das Projektteam um Alice Vakhitova vom Stuttgarter Schriftstellerhaus mit seinen Schreibwerkstätten und partizipativen Angeboten dem Titel der der Veranstaltungsreihe „Stuttgart schreibt“ gerechter wird als mit theoretisierenden Vorträgen.

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