Elsternest

Auf Serpentinen über die Insel – La Gomera (2)

La Gomera Anfahrt über die Berge
Steil geht es von San Sebastián im Osten der Insel in Serpentinen zum höchsten Punkt der Insel, um dann im Westen wieder abzufallen

Die Nacht auf Teneriffa in der Hafenstadt Los Cristianos war einfach zu kurz. Nach einem preiswerten Abendessen (ein Grillteller für 10 €, ein großes Bier 2,50 €), schlenderten unsere drei Inselreisenden zum Hafen, um zu erkunden, wieviel Zeit sie für den Weg einzuplanen hätten. Mit Koffer schaffen sie es in einer halben Stunde. Es bleibt genügend Zeit in einer kleinen Bäckerei noch ein paar Croissants zum morgentlichen Kaffee zu essen.

Die Überfahrt geht gemütlich mit einer riesigen Fähre der Linie Fred Olsen Express. M. fragt sich, warum so viele Passagiere ihr Fahrzeug mitnehmen. Sind es Einheimische? Touristen wohl kaum, einen Mietwagen kann man auch bequem am Hafen von La Gomera, San Sebastián, in Empfang nehmen, wie es M. geplant hat. Oder sind gar einige Inselhopper unter den Passagieren, die einige Zeit auf Teneriffa verbringen und dann weiter Urlaub auf La Gomera geplant haben? Eine Gruppe Golfer ist definitiv nur für ein Spiel auf die Insel gefahren, sie haben nichts als ihre Golfausrüstung dabei.

Super Service bei der Autovermietung

Die Autovermietung ist schnell gefunden. Alle Vermieter haben kleine Büros direkt im Fährgebäude, der große Parkplatz dient ihnen auch zum Abstellen ihrer Fahrzeuge für die ankommenden Klienten. M. hat Glück bei der Übergabe des Fahrzeuges. Die freundliche Angestellte von AVIRA-Cars ist eine Deutsche, die auf der Insel lebt und offensichtlich ihren Job gerne macht. Der Wagen ist vollgetankt und so kann es losgehen. Aus dem beschaulichen Hafenstädtchen geht es in Serpentinen hinauf in die Berge. Für den kleinen, wendigen Wagen sind die Serpentinen kein Problem, eher die Motorisierung.

Im Gegendsatz zu Hafenstadt auf Teneriffa, Los Cristianos, berherrschen in San Sebastián nicht die großen Hotelanlagen das Stadtbild. Alles scheint klein, gedrungen und verschlungen an die felsige Umgebung angepasst zu sein. Etwa 50 km sind es bis auf die westliche Seite der Insel, wo M. mit seinen Begleiterinnen Quatier gefunden hat. Ein deutsches Ehepaar hat hier vor Jahren zwei Ferienwohnungen gebaut, sie selber wohnen ebenfalls auf dem Gelände, wenn sie auf Gomera weilen.

Und es leuchtet wieder!

Unterwegs in den Bergen zeigt eine Warnblinkanzeige, dass etwas mit dem Reifendruck nicht stimmt. M. kennt das von seiner Fahrt durch den amerikanischen Westen. Die Anzeige beim VAN seiner Tochter leuchtete auch immer mal wieder. Das war allerdings ein Fehler in der Elektronik. Dann kam noch ein platter Reifen hinzu und M. musste auf der Autobahn den Reifen wechseln. (Die ganze Geschichte siehe hier)

M. schaut gleich nach, wie es um den Ersatzreifen bestellt ist. Der ist o.k. Leider fehlt ein Schlüssel, um die Radkappen zu lösen! Also die Hotline des Autovermieters angerufen, nachdem das Quartier bezogen ist. Wieder die nette deutsche Damen am Apparat. Sie kümmert sich um alles und noch am gleichen Abend wird das Auto von einem freudlichen Mitarbeiter aus dem Valle Gran Rey getauscht. Gut, dass sie ein Auto über ihr Reiseunternehmen in Korntal gebucht hatten und nicht auf ein „günstiges“ Angebot im Internet zurückgegriffen haben. Nun kann die Inselerkundung beruhigt weiter gehen.

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