Elsternest

BUGA lässt den Klimawandel erleben

Buga 23 in Mannheim
Auch der Storch leidet unter der Hitze und macht sich auf die Suche nach einem Eis

Die diesjährige BUGA (Bundesgartenschau) findet in diesem Jahr vom 14. April bis 08. Oktober in Mannheim statt. Gärtner, Wissensvermittler, die Kirchen, der BdK und viele, viele andere Veranstalter stellen auf zwei Geländeteilen auf der BUGA aus: Im Luisenpark und im Spinellipark. Letzterer war ein ehemaliges Militärgelände, das für diese Bundesgartenschau hergerichtet wurde. Die vier Leitthemen der BUGA 23: Klima, Umwelt, Energie und Nahrungssicherung werden hier in den früher von den Amerikanern genutzten Hallen und im umgebenden Gelände vielfältig präsentiert. Eine Seilbahn, die den Luisenpark mit dem Spinellipark verbindet, bringt die Besucher schnell und bequem von einem BUGA-Gelände zum anderen.

Vielfältigkeit ist ein Plus der BUGA 23 in Mannheim

Die BUGA 23-Besucher sollen zum Staunen, Mitmachen, Nachdenken und Nachmachen angeregt werden. Innovative Beiträge wie PeePowerTM (Strom aus Urin gewinnen) oder U-Shift (autonomes Fahren) finden sich hier genauso wie klimaresiliente Pflanzen in der Gärten des Verbands für Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. Daraus soll der engagierte Hobbygärtner Inspiration für den heimischen Garten schöpfen.

Der BdK sitzt im Glashaus

Vor Regen geschützt, vor Sonne nicht
Vor Regen geschützt, vor Sonne nicht

Der BdK (Bund der Kunsthandwerker Baden-Württemberg e. V. ) hat seinen Stand in einer dieser Hallen. Jede Woche stellen sich unterschiedliche Kunsthandwerker und Kunsthandwerkerinnen mit ihren Gewerken dem Publikum vor. In dieser Woche ist meine Frau Tatjana mit ihrer Filzkunst und ihre Kollegin, die Goldschmiedin Marion Siefert, dort zu erleben. In den Glas-Gewächshäusern, die den Künstlerinnen zur Verfügung stehen, ohne Sonnenschutz, kann man schon jetzt – im Mai – erleben, was sehr hohe Temperaturen mit den Menschen machen: sie stöhnen unter der Hitze. Jeder Querträger der über den Glashäusern verlaufenden Stahlkonstruktion wird genutzt, um etwas im Schatten zu stehen. (Weiter Bilder von den Werken Tatjanas siehe hier)

Mangelnde Besucherinformation über die Web-Seite

Aber nicht nur an diesem Detail sieht man, dass die Organisation der BUGA überfordert war. Das lag sicher an den vielen Stolpersteine, die ihnen im Weg lagen: von verspäteter Übergabe des Geländes, über Corona, bis hin zu den Materialengpässen in Folge des Ukrainekriegs war alles vertreten.

Der Internetauftritt ist zwar äußerlich professionell aber es hapert an vielen Stellen: Hier haben sich Designer ausgetobt, Webseiten-Programmierer, sind dabei unter die Räder gekommen. Ein großer Mangel: es gibt keine geschickte Verlinkung der einzelnen Programmpunkte zu einem Lageplan. Das macht das Auffinden der einzelnen Programmpunkte teilweise zu einem Vabanque-Spiel. Selbst der Suchbereich auf der Web-Seite ist mangelhaft: Der Begriff BdK oder Kunsthandwerk z. B. wird nicht gefunden, schon gar nicht ein Hinweis, wo denn der Stand des BdK zu finden sei. Das geht nicht nur dem Bund der Kunsthandwerker Baden-Württemberg so. Deshalb ist der Lageplan auf der Homepage meiner Frau in ihrem Artikel sehr hilfreich.

Trotz dieser Mängel ist ein Besuch der Bundesgartenschau ein Erlebnis für alle an der Natur interessierten Menschen. Der Eintritt kostet für für Menschen ab 25 Jahren 28 €, (Verkehrsmittel sind an dem Tag für Besucher gratis), Jugendliche (15 – 24 Jahre) zahlen 11 € und Kinder bis 14 Jahren haben freien Eintritt. Die Gastronomieangebote sind wie üblich bei solchen Events auf dem Gelände teurer als in Mannheim selber.

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