Elsternest

Die Moselreise – Der Schmetterling im Weinberg: Biodiversität

Der Schmetterling im Weinberg

Einen Schmetterling zu betrachten ist für M. immer wieder eine große Freude. Viel zu selten sieht er diese wunderschönen Geschöpfe. Er bewundert ihre Zartheit, Anmut und ihre Leichtigkeit beim Fliegen.

Als M. ein kleiner Junge war, gelang es ihm, einen Schmetterling mit seinen kleinen Händen zu fangen. Stolz trug er ihn zu seinem Vater, der als kundiger Wanderführer schon ein paar Schritte vom Rest der Familie entfernt war. Als er seine Hände öffnete waren die Flügel des zarten Wesens verletzt. „Der schmettert nicht mehr“, stellte M. enttäuscht fest. Wenn M. heute einen Schmetterling sieht, muss er an dieses Erlebnis denken, das ihm von seiner Mutter immer wieder erzählt wurde.

Nicht nur der Schmetterling verschwindet

Heutzutage „schmettern“ kaum noch Schmetterlinge. Auch andere Insektenarten sind vom Aussterben bedroht oder sind schon verschwunden. Nicht weil Kinder sie fangen, sondern weil unsere Landwirtschaft, die vielfach eine Monokultur ist und mit hohem Einsatz von Pestiziden arbeitet, im wahrsten Sinne des Wortes Gift für die Fauna ist.

Monokulturen sind „Gift“ für die Artenvielfalt

Auch der Weinanbau ist eine Monokultur. Pflanzen zwischen den Reben werden entfernt, damit der Wein alle Nährstoffe aus dem Boden ziehen kann. Das diese Art zu wirtschaften nicht gut ist, haben viele Weinbauern erkannt und versuchen, die Diversität der Arten zu erhalten.

Wir alle können einen Beitrag dazu leisten und sei es nur dadurch, dass wir z. B. diese Petition unterschreiben (bis Ende September!). Ein Freund leitete sie an M. weiter. Der hofft, dass sich viele den darin formulierten Forderungen anschließen.

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