Elsternest

Mareike Wedler konzertiert im Trio

Mareike Wedler mit Bettina Anderle (piano) und Bernhard Schleiß (Klarinette)
Mareike Wedler, Bettina Anderle, Bernhard Schleiß (v.l.n.r)

Sie leitet mit Herzblut den Chor der Johanneskirche. Am 5. Mai 2024 spielte sie „ihr Instrument“ (Cello) im Frühlingskonzert.

Die vielseitige Musikerin tritt zusammen mit ihrem Mann Bernhard Schleiß und mit Bettina Anderle in der Reihe Klangräume auf. Die drei Profis spielen Werke von Nino Rota, Max Bruch und Ludwig van Beethoven. Statt lange Erklärungen zu den Stücken abzugeben, spricht Mareike lieber Gedichte und kurze Prosatexte zwischen den Werken: Ringelnatz, Hermann Hesse Rainer Maria Rilke und den Psalm 104. Es hat den Anschein, als ob die drei schon viele Konzerte zusammen bestritten hätten, so harmonisch spielen sie zusammen. Die Hände von Bettina Anderle hüpfen wie junge Hasen über die Tasten ihres Instruments. Gut, dass ihr von einer Assistentin die Noten umgeblättert werden, so dass sie ihre Fingerbewegungen nicht unterbrechen muss.

Mareike erlebe ich zum ersten Mal an ihrem Instrument, das sie souverän spielt. Hochkonzentriert konzertiert sie. Bernhard Schleiß gibt den warmen Ton seiner Klarinette dem Spiel des Frauenpaars hinzu und betupft damit die Musikstücke.

Programm:

  • Nino Rota „Trio“
  • Max Bruch aus „Acht Stücke, op. 82“
  • Ludwig van Beethoven „Trio op. 11“

Nino Rota ist ein zeitgenössischer Komponist (1911-1979) und wurde vor allem für seine vielen Filmmusiken international bekannt, darunter für Filmklassiker von Federico Fellini und Luchino Visconti. Ich kannte ihn nicht aber die Filmmusik für Der Pate – Teil II ist mir natürlich geläufig, für die er sogar einen Oscar erhielt. An diesem Nachmittag spielten die Drei ein Trio von Nino Rota.

Eines von Max Bruchs Idealen ist die Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy. Schon zu Beginn seiner kompositorischen Laufbahn war er für ihn ein musikalisches Vorbild und das änderte sich bis zu seinem Tode nicht. Ob bei der Wahl der Stücke für dieses Konzert seine unverkennbar hohe Wertschätzung für Felix Mendelssohn Bartholdy eine Rolle spielte? Gerade hatte Mareike Wedler als Chorleiterin den 42. Psalm (op. 42) von Felix Mendelssohn Bartholdy dirigiert. Von Max Bruch spielt das Trio drei der „Acht Stücke“, op. 83.

Der große Ludwig von Beethoven fehlt bei diesem Konzert nicht: von ihm führen Mareike Wedler, Bettina Anderle und Bernhard Schleiß das Trio op. 11 auf und runden damit das Frühlingskonzert gekonnt ab.

Umtrunk und Ausblick

Bei einem kleinen Umtrunk im Anschluss an das Konzert, konnte man sich mit den Musikerinnen und dem Musiker in entspannter Atmosphäre austauschen.

Die Reihe Klangräume ist ein Gemeinschaftsprojekt der katholischen Kirchengemeinden St. Johannes (Korntal), St. Maria (Möglingen) und St. Joseph (Münchingen). Die nächsten Konzerte sind für den 6. Oktober (in Möglingen) und für den 10. November (in Münchingen) geplant.

(Visited 38 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert