Elsternest

Maria Laach – Zeichen erkennen und deuten

Zeichen auf dem Weg zum Kloster Maria Laach

Eine unkomplizierte Anfahrt mit der Bahn zum Kloster Maria Laach. Von Stuttgart mit dem IC über Koblenz nach Andernach und von dort zur Bahnstation Mending. M. macht sich mit seinem Rucksack auf den Weg, ca. 6 km liegen vor ihm. Als er letztes Jahr seine Moselreise unternahm, wollte er dem Kloster schon einen Besuch abstatten. Seine Frau wollte am Ende des Urlaubs lieber direkt nach Hause fahren.

Der Weg führt ihn aus dem Ort, dann ein Stück an der Schnellstraße entlang, die die Autobahn unterquert. Zwischen McDonald und Burger King ist ein riesiges Erotikzentrum eingeklemmt. Kinos und Videoshows kann man hier besuchen. Das fängt ja gut an, gleich die ersten Versuchungen, denkt sich M.

Zeichen JakobswegKurz hinter dem imposanten Schild entdeckt er das Zeichen des Jakobspilgerwegs, die Jakobsmuschel, an einem Straßenschild. Aha, denkt M., ich bin wieder auf dem rechten Pfad. Von nun an ist es einfach, Wenn er diesem Zeichen nachgeht, wird dieser Weg zwangsläufig zur mächtigen Klosteranlage Maria Laach führen. Dort angekommen, ist er mit einem Hotel konfrontiert. Nein, das hatte er nicht gebucht.

 

Hotel am Kloster Maria Laach

Kein imposantes Hotel

Ihm ist ein Zimmer im Gästetrakt des Klosters reserviert worden. Der freundliche Gastpater Viktor weist M. in die Herberge ein und zeigt ihm das Zimmer, das er nun über die Ostertage bewohnen wird. Klein, eine ehemalige Mönchsklause, aber schön renoviert. Hier lässt es sich aushalten. Von hier aus will er Wanderungen unternehmen, die Osterliturgie besuchen, ein wenig schreiben und ansonsten bei gutem Essen die Seele baumeln lassen.

Gästehaus Kloster Mara Laach

Der Roman Aus der Mitte des Sees ist in Maria Laach angesiedelt

Moritz Heger, sein Kollege aus dem Vorstand des Schriftstellerhauses, hatte sich hier einquartiert, um an seinem Roman Aus der Mitte des Sees zu schreiben. Seit er dieses Buch gelesen hatte, wollte M. den Ort besuchen, den Moritz als einen liebevollen in seinem Roman beschreibt. Als M. Pater Viktor den Gruß von Moritz überbringt, huscht ein Lächeln über dessen Gesicht. Ja, er kann sich gut an ihn erinnern. Aktuell würde er an einem Roman schreiben (was Viktor alles weiß!), der in Italien spielt. Da käme Mo ritzwohl nicht mehr ins Kloster Maria Laach. M. meinte, das sei nicht so sicher, Moritz liebe die Abgeschiedenheit des Klosters, um an seinen Texten zu feilen. Das freut Pater Viktor. Offensichtlich ist er einer, der sich Menschen, die hierher gekommen sind, gut merken kann.

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