Elsternest

Aufbruch nach Seattle – Einreise

Den großen Teich zu überqueren ist eine langwierige Angelegenheit. Gut 10 Stunden Flug von Frankfurt nach Seattle/ USA und dann die Einreise. Die Route führt an der skandinvischen Küste entlang, dann über Grönland, Kanada und von Norden in die Staaten hinein. Immer mit der Sonne zusammen. Die Sonne quasi „unter den Flügeln“.

Der Flug gestaltete sich kurzweilig. M. hat genug zu lesen dabei und die Mediathek des Flugzeugs bietet mehr als 100 Filme aus allen Genres an. Von ganz alt (Casablanca) bis topaktuell (Der Rausch). Diesen Film hatte M. noch nicht gesehen und so schaut er sich ihn hoch über dem Meer an.

Langwierige Grenzüberschreitung

Sehr langatmig gestaltet sich die Überquerung der Staatsgrenze in die USA am Flughafen in Seattle. Drei Flugzeuge sind etwa zeitgleich gelandet und vor den Passkontrollen bilden sich lange Schlangen, die Menschen warten auf ihre Einreise. Sehr diszipiniert schieben sich die Ankommenden schlangenartig durch die mit Abspannseilen markierte Einbahnstraße zu den vielen Schaltern der Grenzpolizei. Abstand halten unter den Bedingungen nicht möglich. Doch alle tragen Masken. Wurden unsere Papiere schon in Frankfurt nicht geprüft, weder die Impfbescheinigung noch den Schnelltest, den M. noch am Abend vorher hat machen lassen, so wurde diese auch bei der Einreise in die USA nicht kontrolliert. Stichpunktartig sollen die Kontrollen sein, sagte man uns in Frankfurt. M. wird nicht geprüft. Dafür muss er seine 10 Finger auf einen Scanner drücken und sein Gesicht wird mit einer Kamera registriert. So werden Datenbanken gefüttert.

Über zwei Stunden dauert die gesamte Prozedur der Einreise. M. ist diese zeitliche Verzögerung unangenehm, zumal der Flug schon mit einer halben Stunde Verspätung in Frankfurt an den Start ging. Unangenehm, weil die zwei Freundinnen seiner Tochter, die sie zur Abholung geschickt hatte, so lange warten müssen. Aber das macht ihnen offensichtlich nichts aus. So sind die Amerikaner, freundlich und zuvorkommend. Das wird M. gleich wieder bei der Einreise bewusst. Vom Flughafen zu seiner Tochter dauert die Fahrt etwa eineeinhalb Stunden. In Amerika wird auch auf den Autobahnen nicht schnell gefahren. Als er endlich in Kenmore ankommt, schließt er überglücklich seine Tochter in die Arme.

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