Elsternest

Die Praxis der achtsamen Arbeit

Samu täglich in der Küche

Jeden Morgen praktiziere ich Samu. Manchmal vor – in der letzten Zeit auch vermehrt – nach meiner Morgenmeditation auf dem Sitzkissen. Meine Frau ist eine exzellente Köchin. Allerdings ist sie dann, oft nach langem Kochen, zu müde, um noch den Abwasch zu machen. Alles wird am Abend nur auf der Spüle zusammen gestellt.

Samu führt zum vollkommenen Gewahrsein

Ich habe Samu bei meinen Zen-Sesshins kennen gelernt. Samu ist im Zen-Buddhismus die Bezeichnung für das meditative Arbeiten im klösterlichen Kontext. Ursprünglich ist Samu die traditionelle Mitwirkung an der körperlichen Arbeit, die zur Aufrechterhaltung eines Zen-Klosters notwendig war. Samu kann ebenso zum vollkommenen Gewahrsein führen wie die Übung des Zazen. Viele Zen-Geschichten berichten über die Verwirklichung von Wesensschau (kensho) und Erwachen (satori) beim Gemüse schälen in der Küche oder beim Fegen des Hofes. Für mich es es das Aufräumen des Geschirrs und das Abspülen von Töpfen und Pfannen.

Ora et Labora

Aus einem alten Text stammt der bekannte Spruch „Ein Tag ohne Arbeit ist ein Tag ohne Essen“. So bin ich nach getaner Arbeit am Morgen davon überzeugt, am Abend wieder ein gutes Essen zu bekommen.

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