Elsternest

Erschwerte Zustellung – Aus dem Tagebuch eines Inselreisenden XIV

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Den Daheimgebliebenen einen Kartengruß zu schreiben, ist eine lieb gewonnene Angelegenheit von M., wiewohl E-Mail und SMS diese Kurznachrichten aus der Fremde weitestgehend abgelöst haben. M. setzt weiter auf Karten. Zur Expedition sind Marken unabdingbar, die M. für seine schon geschriebenen Karten und andere, die noch auf Worte von M. warten, kaufte. Vor dem Schreibwarenladen entdeckte er gleich einen Postkasten, darin versenkte M. die Karte an seine Kollegen. (T. meinte, es sei eine hässliche.) Schmerzlich wurde ihm nach wenigen Minuten bewusst, er hatte vergessen, eine Marke drauf zu kleben. (Wir erinnern uns, im ersten Teil des Tagebuchs eines Inselreisenden wurde ausführlich über die Vergesslichkeit von M.  berichtet.) Was tun? Bei der Briefkasteninspektion stellte M. fest, es ist ein mobiler, gehörte nach seiner Überlegung zum Laden. Dort fragte M. die hübsche Verkäuferin, ob sie einen Schlüssel hätte. Sie lächelte ihn an, probierte den Briefkasten zu öffnen, vergeblich. Sie bedauerte. Eine Postbotin kam die Gasse entlang, leider hatte auch sie keinen passenden Schlüssel aber sie machte M. den Vorschlag, die Marke im Laden abzugeben, wenn der Postbote käme, könnte man die Karten durchsehen und die Marke auf die Karte mit dem biertrinkenden Hund, die M. für seine Kollegen geschrieben hatte, kleben. Nun ist M. gespannt, ob die Karte Stuttgart erreicht.

karteNachtrag:
Am 13. Oktober kam die Karte mit Briefmarke bei den Kollegen von M. an. Auf das Wort der Postbotin war Verlass.

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