Elsternest

USA-NW: Mount St. Helens erwacht

Donnerstag, 22. September 2022: Der 17. Tag der Reise
Am Mount St. Helens
Am Mount St. Helens

Der Mount St. Helens ist ein aktiver Vulkan im Süden des US-Bundesstaates Washington mit einer Höhe von 2539 m. Er gehört zur Kaskadenkette, einem vulkanischen Gebirgszug, der sich entlang der Westküste Nordamerikas erstreckt und einen Teil des pazifischen Feuerrings darstellt. An dessen Spitze wollen M. & T. heute fahren. Im Augenblick ist das ungefährlich, ganz im Gegensatz zu 1980.

Generationen von US-Pfadfindern lernten am Fuße des Mount St. Helens schwimmen und fischen. Doch am 18. Mai 1980 brach er aus und es ist der bis heute am besten beobachtete und untersuchte Ausbruch. Seit 1982 sind der Vulkan und sein durch den Ausbruch verwüstetes und sich langsam regenerierendes Umfeld als Naturschutzgebiet vom Typ eines National Monuments ausgewiesen.
Der Mount St. Helens galt seit 1857 als ruhender Vulkan. Aufgrund von einer Serie von Erdbeben brach er wieder aus. Dabei rutschte der gesamte nördliche Berggipfel hangabwärts. Der Gipfel des Mount St. Helens lag vor dem Ausbruch auf 2950 m. Heute beträgt die Gipfelhöhe des Berges 2539 m. Ein Gebiet von etwa 500 Quadratkilometern war direkt betroffen. 57 Menschen kamen beim Ausbruch ums Leben. Asche und Gaswolken wurden bis in eine Höhe von 18 km, also über die Troposphäre hinaus in die Stratosphäre geschleudert. Der Aschenauswurf dauerte neun Stunden und konnte drei Tage später im Osten der USA registriert werden. Ein Teil der Asche gelangte in den Jetstream und umrundete so die Erde in zwei Wochen. Jimmy Carter war zu der Zeit Präsident der USA und organisierte die notwendigen Hilfsgelder: Durch die Eruption verursachten Kosten beliefen sich auf 1,1 Milliarden US-Dollar. Zudem existieren indirekte und immaterielle Folgen. So stieg die Arbeitslosigkeit in der Region um den Mount St. Helens infolge der Eruption zeitweise auf annähernd das Zehnfache, um dann nach Wiederaufnahme der Nutzholzgewinnung wieder annähernd auf das Ausgangsniveau zurückzufallen.
Das alles erfahren M. & T. zu Beginn ihrer Fahrt im Visitor Center auf dem Highway 504.

Der Berg zeigt sich lange nicht, er liegt von Wolken umhüllt und stellt M. & T. auf eine Geduldsprobe. Über eine Stunde warten sie, immer das Wetter beobachtend. Dann heben sich langsam die Wolken und geben einen kurzen Blick auf den Krater frei. Das Warten hat sich gelohnt!

Im historischen Elbe (welch ein Name!) machen M. & T. eine letzte Rast, essen eine Pizza in einem historischen Eisenbahnwagon, bevor sie letzten 80 Meilen nach Seattle fahren. Im Dunklen kommen sie dort glücklich an und werde von ihrer Tochter liebevoll in den Arm genommen.

Eisenbahn in Elbe
Nicht mit der Eisenbahn von Elbe zurück nach Seattle sondern mit dem VAN der Tochter

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