Elsternest

Auf zum Wasserfall – La Gomera (7)

Den Wasserfall glücklich erreicht

Zum Wasserfall (Salto del Agua) führt von der Ferienunterkunft von M. (Ortsteil Casa de la Seda) im Valle Gran Rey, ein Wanderpfad. Gleich hinter dem Haus beginn er und verläuft zu Beginn am Hang entlang, danach geht es weiter durch einen Schilfwald. Der Anstieg ist ungewöhnlich: große Strecken müssen durch das Bachbett zurück gelegt werden.

An einer Stelle geht es nur Mit Hilfe eines Seiles weiter, das von einem Baum den Felsen herunter baumelt. M. zieht sich damit an dem Felsen hoch. Der wäre ohne Seil nicht zu überwinden. Das Seil hat glücklicherweise mehrere Knoten, in Abständen von etwa dreißig Centimetern. Das erleichtert M. den Aufstieg. Wie Menschen nur in Sandalen (die er auf dem Weg auch sieht) das schaffen können, erschließt sich ihm nicht.

Es ist eine größtenteils weglose und deshalb auch nicht einfache Tour. Die im Wanderführer angegebene Zeit für den Hinweg und den Rückweg (2:30 Stunden) übertifft M. um Längen. Er braucht glatt eine Stunde länger für diese ungewöhnliche Wanderung. Immer wieder muss M. das Flüsslein überqueren, auf glitschige Steine treten und über umgestürzte Bäume klettern. Aber am Ende ist er ist glücklich, sie gemacht zu haben. Wenn er auch seine beiden Frauen am Seil zurücklassen mußte und das letzte Stück alleine geht. Ohne einen Wanderstock, den T. ihm geliehen hat, hätte er deutlich größere Schwierigkeiten gehabt, den Pfad zu laufen. In Zeiten, da der Fluss bzw. der Bach aufgrund von Regefällen viel Wasser führt, wäre diese Wanderung nicht machbar gewesen. Es wird den Urlaubern dringend empfohlen, sich in den regenreicheren Jahreszeiten bei den Einheimischen zu erkundigen, ob die Tour möglich ist.

Der Wasserfall am Ende des Tals ist mit denen, die M. am Columbia River im Westen der USA kennen gelernt hat, nicht zu vergleichen. Dieser hier rauscht etwa 15 m in die Tiefe in ein kleines Felsbecken. Darin sind von Wanderern kleine Steinhäufchen aufgestapelt, wie man sie auch auf dem Camino nach Santiago de Compostella immer wieder findet. Wer hat sich dieses Geduldspiel ausgedacht, Stein auf Stein zu häufen, das man immer wieder sieht?

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